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Aufgaben

Anhand der Daten aus den Landeskrebsregistern schätzt und analysiert das ZfKD regelmäßig die Zahl jährlich neu aufgetretener Krebserkrankungen. Neben Erkrankungs-, Sterbe- und Überlebensraten werden weitere Indikatoren berechnet, beispielsweise Prävalenz, mittlere Erkrankungs- und Sterberisiken. Außerdem wird deren zeitliche Entwicklung analysiert. Auf Antrag erhalten Wissenschaftler diese Daten als 'Scientific Use File'.

Mit den am ZfKD gewonnenen Daten können gesundheitspolitische Maßnahmen evaluiert werden, zum Beispiel zur Prävention, Früherkennung, Behandlung und Versorgung von Krebserkrankungen.

Gemeinsam mit den Landeskrebsregistern und mit Unterstützung externer Wissenschaftler verbessert das ZfKD kontinuierlich die Methoden und Standards zur einheitlichen Erfassung, Übermittlung sowie der Analyse von Krebsregisterdaten.

Methoden

Das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) sammelt die auf Landesebene erhobenen Daten zu Krebserkrankungen in Deutschland. Die Daten der Landeskrebsregister werden auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft. Weiterhin schätzt das ZfKD die Vollzähligkeit der Erkrankungsmeldungen in den Landes­krebsregistern, die ein wesentliches Qualitätskriterium der epidemiologischen Krebsregistrierung ist. Das ZfKD gleicht die Daten bundesweit auf der Basis von Kontrollnummern ab. Auf diese Weise können Mehrfachübermittlungen der Landeskrebsregister festgestellt und ausgeschlossen werden.

Publikationen

Das ZfKD veröffentlicht gemeinsam mit der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister e.V. (GEKID) alle zwei Jahre den Bericht „Krebs in Deutschland“ zu Häufigkeiten und Entwicklungen von Krebserkrankungen in Deutschland. Erstmals im Jahr 2026, und anschließend alle fünf Jahre, erstellt das ZfKD einen zusammenfassenden Bericht über die wesentlichen Entwicklungen in der Bekämpfung von Krebserkrankungen in Deutschland.

Darüber hinaus arbeitet das ZfKD in nationalen und internationalen Gremien zur Krebsregistrierung und Krebsepidemiologie mit.

Struktur

Das ZfKD wurde im Januar 2010 in der Abteilung „Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring“ im Robert Koch-Institut eingerichtet. Es setzt die Arbeit der „Dachdokumentation Krebs“ mit erweitertem Aufgabenspektrum fort.

Die Arbeit des Zentrums für Krebsregisterdaten wird von einem Beirat und einem wissenschaftlichen Ausschuss mit einer gemeinsamen Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut (RKI) begleitet.

Stand: 31.08.2021

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