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Informationen zum Datensatz

Variablen im Datensatz

Die folgende Tabelle beschreibt den nach Bundeskrebsregisterdatengesetz definierten Datensatz des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD).


Vollständigkeit der Angaben

Die Vollständigkeit der Angaben zu einigen der Variablen, beispielsweise zu den Tumorstadien, zu der Todesursache und zu der Art der Primärtherapie, können je nach Art der Krebserkrankung, Bundesland oder Diagnosejahr stark schwanken. Die Angaben zur Therapie beziehen sich vorerst auch weiterhin auf den Zeitraum unmittelbar nach der Diagnosestellung, nicht auf den weiteren Verlauf der Erkrankung.
Der epidemiologische Datensatz wird ab Anfang 2023 für Diagnosen um Daten der klinischen Krebsregistrierung, insbesondere zur Therapie und zum Verlauf der Erkrankung erweitert, außerdem wird eine zeitnähere Übermittlung des Datensatzes aus den Bundesländern vorgeschrieben: zu diesem Zeitpunkt werden dann Daten bis einschließlich des Diagnosejahres 2021 zur Verfügung stehen. Auch die wissenschaftliche Nutzung des erweiterten Datensatzes kann dann beim ZfKD beantragt werden. Da die genauen Details des erweiterten Datensatzes noch festgelegt werden müssen, wird eine detaillierte Datensatzbeschreibung voraussichtlich im 2. Halbjahr 2022 vorliegen.


Erfassungsbeginn je nach Bundesland unterschiedlich

Für die Mehrzahl der Bundesländer und den Regierungsbezirk Münster (NRW) liegen derzeit Daten von 1999 bis 2018 vor, Ausnahmen sind Bayern (seit 2002), Niedersachsen (seit 2003), NRW (landesweit seit 2006), Hessen (seit 2007) und Baden-Württemberg (seit 2009).
Je nach Auswertungszweck können darüber hinaus frühere Daten aus den epidemiologischen Krebsregistern des Saarlands, Hamburgs, des Regierungsbezirks Münster sowie des Gemeinsamen Krebsregisters der neuen Bundesländer und Berlins (GKR) beziehungsweise des früheren DDR-Registers zur Verfügung gestellt werden.
Je nach Krebsart und Diagnosejahr ist derzeit noch von Unterschieden in der Vollzähligkeit der Registrierung von Krebsneuerkrankungen auszugehen. Vor allem in den ersten Jahren nach Beginn der Erfassung in einem Krebsregister ist deren Vollzähligkeit teilweise noch eingeschränkt. Angaben dazu sowie zu eventuellen sonstigen regionalen Besonderheiten werden für die externe Datennutzung zur Verfügung gestellt.


Vorübergehende Verzögerungen in der Verarbeitung von Meldungen

In einigen Registern kam es auch durch die Umstellungen auf die flächendeckende klinische Krebsregistrierung zu vorübergehenden Verzögerungen in der Verarbeitung von Meldungen, so dass in den letzten Jahren einige Register mit langjährig guter und stabiler Erfassung deutlich weniger Fälle übermittelt haben, als erwartet wurden. Für das Diagnosejahr 2018 wurde zumindest für die Register in den westdeutschen Bundesländern eine hohe Vollzähligkeit um, beziehungsweise über 90 Prozent geschätzt. Für die ostdeutschen Bundesländer wird spätestens mit der Datenlieferung Ende 2022 mit einer Verbesserung der Datenlage gerechnet, hier sind insbesondere die Diagnosejahre 2016 bis 2018 derzeit noch unvollständig.

Stand: 31.08.2021

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