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Non-Hodgkin-Lymphome

ICD-10 C82-C88
2018

¹ je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard

* berechnet nach Periodenmethode für 2017 / 2018

FrauenMänner
Neuerkrankungen8.28010.190
standardisierte Erkrankungsrate¹11,416,6
Sterbefälle3.2203.835
standardisierte Sterberate¹3,25,2
5-Jahres-Prävalenz29.40035.600
10-Jahres-Prävalenz49.50058.300
relative 5-Jahres-Überlebensrate*71 %70 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate*64 %64 %

Non-Hodgkin-Lymphome sind eine heterogene Gruppe von Krebserkrankungen, die von Zellen des lymphatischen Systems, sogenannten Lymphozyten, aus­gehen. Die verschiedenen Lymphome unterscheiden sich hinsichtlich Prognose und Therapiemöglichkeiten je nach Zelltyp sowie nach klinischen und mole­kularen Eigenschaften.

Im Jahr 2018 erkrankten in Deutschland etwa 18.470 Personen an einem Non-Hodgkin-Lymphom. Die Erkrankung ist aber vor allem eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Im Mittel waren betroffen Frauen bei Diagnosestellung 72 Jahre und Männer 70 Jahre alt.

Die gestiegenen altersstandardisierten Er­krank­ungs­raten sind vor dem Hintergrund veränderter Diagnosekriterien zu sehen, da die chronisch lymphatischen Leukämien inzwischen häufig zu den niedrig malignen Non-Hodgkin-Lymphomen gezählt werden. Die altersstandardisierten Sterberaten waren sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern in der ersten Dekade nach der Jahrtausendwende rückläufig und sind seither etwa auf konstantem Niveau geblieben.

Altersstandardisierte Neuerkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C82-C88, Deutschland 1999 – 2018/2019, Prognose (Inzidenz) bis 2022, je 100.000 (alter Europastandard) Altersstandardisierte Neuerkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C82-C88, Deutschland 1999 – 2018/2019, Prognose (Inzidenz) bis 2022, je 100.000 (alter Europastandard)

Die durchschnittliche Prognose der Non-Hodgkin-Lymphome ist mit relativen 5-Jahres-Überlebensraten von 71 Prozent bei Frauen und 70 Prozent bei Männern insgesamt eher gut, allerdings sinken diese Zahlen im weiteren Verlauf der Erkrankung noch ab.

Verschiedene Faktoren können das Erkrankungsrisiko erhöhen

Für die Gruppe aller Non-Hodgkin-Lymphome können keine allgemein gültigen Risikofaktoren benannt werden. Eine angeborene oder erworbene Immun­schwäche, radioaktive Strahlung, Chemotherapie und einige seltene Auto­immun­erkrankungen können das Risiko für Lymphome erhöhen. Auch bestimmte Viren und andere Krankheitserreger gelten als Risikofaktoren für einzelne Lymphome: So kann beispielsweise das Epstein-Barr-Virus (EBV) zur Entstehung des vorwiegend in Afrika endemisch auftretenden Burkitt-Lymphoms beitragen. Helicobacter pylori-Bakterien begünstigen die Entstehung eines MALT-Lymphoms des Magens.

Benzol und verwandte Stoffe können die Entstehung einzelner Non-Hodgkin-Lymphome fördern. Auch weitere Umweltgifte und Lebensstilfaktoren werden als Auslöser für Lymphome diskutiert. Sind in einer Familie bereits häufiger Lymphome auf­getreten, kann das Lymphom-Risiko für Angehörige leicht erhöht sein. Die genauen Zusammenhänge sind noch unklar.

Insgesamt kann für viele Patien­tinnen und Patien­ten keine eindeutige Ursache für die Lymphomentstehung gefunden werden. Vermutlich müssen mehrere Faktoren zusammenwirken, bevor sich ein Non-Hodgkin-Lymphom entwickelt.

Stand: 29.11.2021

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