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Nicht-melanotischer Hautkrebs (heller Hautkrebs)

ICD-10 C44
2016*

¹ je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard

* Daten bis 2016 verfügbar

FrauenMänner
Neuerkrankungen107.020122.730
standardisierte Erkrankungsrate¹143,0184,1
Sterbefälle378520
standardisierte Sterberate¹0,30,7
5-Jahres-Prävalenz489.300534.300
10-Jahres-Prävalenz825.700882.600
relative 5-Jahres-Überlebensrate103 %102 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate106 %104 %

Rund drei Viertel der nicht-melanotischen Hautkrebs­formen (heller Hautkrebs) sind Basal­zell­karzi­nome (Basaliome). Diese metas­tasieren nur in Aus­nahme­fällen, vor allem bei geschwächter Immun­abwehr, und verlaufen daher auch selten lebens­bedrohlich. Sie können allerdings in das umgebende Gewebe, z.B. in den Knochen, einwachsen und dadurch zu erheb­lichen Einschrän­kun­gen der Lebens­qualität führen. Knapp ein Viertel der bös­artigen, nicht-melano­tischen Tumoren der Haut sind Platten­epithel­karzinome. Bei beiden genann­ten Tumoren tritt die Mehr­heit der Fälle am Kopf oder Hals auf. Zu den seltenen Formen gehören die zu den neuro­endo­krinen Tumoren zählenden Merkelzell-Karzi­nome, die Dermato­fibro­sarkome und Karzinome der Talg- und Schweiß­drüsen.

Grafik zur Verteilung der häufigsten bösartigen nicht-melanotischen Hautkrebstumoren nach Histologie, Körperregion und Geschlecht, ICD-10 C44, Deutschland 2015–2016. Quelle: © Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut Verteilung der häufigsten bösartigen nicht-melanotischen Hautkrebstumoren nach Histologie, Körperregion und Geschlecht, ICD-10 C44, Deutschland 2015–2016

In 2016 sind in Deutschland geschätzt rund 230.000 Personen erst­malig an nicht-melano­tischem Haut­krebs erkrankt, dem stehen im Jahr 2017 etwa 930 Sterbe­fälle gegen­über. Ähnlich wie das maligne Melanom stiegen die Inzidenz­raten nach Einführung des Haut­krebs­screenings deutlich an, haben sich zuletzt aber stabilisiert.

Grafik zu altersstandardisierten Erkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C44, Deutschland 2006 – 2016/2017, Prognose (Inzidenz) bis 2020, je 100.000 (alter Europastandard). Quelle: © Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C44, Deutschland 2006 – 2016/2017, Prognose (Inzidenz) bis 2020, je 100.000 (alter Europastandard)

Auch wenn die Daten­lage inter­national weniger gut ist als beim malignen Melanom, ist in den westlichen Industrie­nationen von einem deut­lichen Anstieg der Erkran­kungs­häufig­keit in den letzten Jahr­zehnten auszu­gehen.

Ultraviolette Strahlung ist wichtigster Risikofaktor

Heller Hautkrebs tritt bei Menschen mit hellem Haut­typ häufiger auf als bei Menschen mit dunklerem Haut­typ. Der wichtigste Risiko­faktor für hellen Haut­krebs ist eine starke Belas­tung der Haut mit ultra­violetten (UV-)Strahlen. Dabei ist es egal, ob diese von der Sonne, aus dem Solarium oder anderen künst­lichen UV-Quellen kommt. Das Risiko für ein Platten­epithel­karzinom steigt mit der kumu­la­tiven (lebens­langen) UV-Dosis. Beim Basal­zell­karzi­nom wird das Risiko eher durch die inter­mittie­rende (wieder­kehrende intensive) UV-Belastung erhöht.

Wer schon einmal an einem Basal­zell­karzinom oder Platten­epithel­karzi­nom erkrankt war, hat ein erhöhtes Risiko, nochmals an hellem Haut­krebs zu erkranken. Entstehen kann heller Haut­krebs außer­dem nach lang­jähriger Arsen­belas­tung, auf strahlen­geschädigter Haut (zum Beispiel nach einer Strahlen­therapie) oder unter einer immun­suppres­siven Therapie, beispiels­weise nach einer Organ­trans­plantation. Entsprechend der gesetz­lichen Früh­erkennungs­richtlinie haben Männer und Frauen ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Haut­unter­suchung durch einen Arzt mit entsprechender Fort­bildung (Derma­tologen, Haus­ärzte).

Stand: 17.12.2019

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