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Malignes Melanom der Haut

ICD-10 C43
2014
1) je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard
MännerFrauen
Neuerkrankungen10.91010.310
standardisierte Erkrankungsrate¹19,518,6
Sterbefälle1.8041.270
standardisierte Sterberate¹2,91,7
5-Jahres-Prävalenz47.60049.000
10-Jahres-Prävalenz78.20084.500
relative 5-Jahres-Überlebensrate91 %94 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate89 %94 %

Die Einführung der ärztlichen Früherkennungsuntersuchung zum Hautkrebs 2008 hatte noch im selben Jahr zu einer starken Zunahme der Erkrankungs­zahlen am malignen Melanom geführt. Hierbei handelt es sich jedoch weniger um einen tatsächlichen Anstieg des Krebsrisikos als um einen Effekt des Screenings, bei dem in der Anfangsphase lediglich mehr Erkrankungen entdeckt werden als zuvor ohne das Screening.

Bei rund 10.900 Männern und 10.300 Frauen wurde im Jahre 2014 ein malignes Melanom der Haut diagnostiziert. Das mittlere Erkrankungsalter der Frauen ist mit 60 Jahren vergleichsweise niedrig. Männer erkranken im Mittel sieben Jahre später. 

Altersspezifische Erkrankungsraten nach Geschlecht, ICD-10 C43, Deutschland 2013 – 2014, je 100.000 Altersspezifische Erkrankungsraten nach Geschlecht, ICD-10 C43, Deutschland 2013 – 2014, je 100.000

Langfristig haben sich die altersstandardisierten Erkrankungsraten bei beiden Geschlechtern seit den 1970er Jahren mehr als verfünffacht. Die Sterberaten haben dagegen im gleichen Zeitraum nur bei den Männern leicht zugenommen.

Die relativen 5-Jahres-Überlebensraten bei dieser Krebsart sind günstig. Dazu trägt auch bei, dass zwei Drittel aller Melanome in einem noch frühen Tumorstadium (T1) entdeckt werden. Dieser Anteil hat sich seit Einführung des Screenings im Jahr 2008 merklich erhöht.

UV-Strahlung wichtigster Risikofaktor

Menschen mit einem hellen Hauttyp, die nicht oder schlecht bräunen, sowie Menschen mit einer größeren Anzahl von Leberflecken tragen ein höheres Risiko, an einem Melanom zu erkranken. Als wichtigster exogener Risikofaktor gilt die natürliche oder künstliche UV-Strahlung durch Sonne oder Solarien, insbesondere in der Kindheit und Jugend. Besonders wiederkehrende intensive UV-Belastung, wie sie in Sommerurlauben vorkommt, erhöht das Risiko an einem Melanom zu erkranken.

Welche Früherkennungsuntersuchungen gibt es?

Mitte 2008 wurden in Deutschland die Maßnahmen zur Früherkennung aller Formen von Hautkrebs im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung neu geregelt. Gesetzlich Versicherte haben ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautuntersuchung durch einen Arzt mit entsprechender Fortbildung (Dermatologen, Hausärzte u. a.).

Stand: 06.12.2017

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