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Magenkrebs (Magenkarzinom)

ICD-10 C16
2019

¹ je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard

* berechnet nach Periodenmethode für 2017 / 2018

FrauenMänner
Neuerkrankungen5.7469.131
standardisierte Erkrankungsrate¹7,214,0
Sterbefälle3.4285.099
standardisierte Sterberate¹3,87,4
5-Jahres-Prävalenz12.72419.637
10-Jahres-Prävalenz21.39330.844
relative 5-Jahres-Überlebensrate*37 %34 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate* 33 %30 %

Etwa 5.746 Frauen und 9.131 Männer erkrankten im Jahr 2019 an einem bösartigen Tumor des Magens. Im Vergleich zu Frauen treten die Tumoren bei Männern etwa doppelt so häufig am Mageneingang (Kardia) auf.

Grafik zur Verteilung der bösartigen Neubildungen des Magens nach Lokalisation und Geschlecht, ICD-10 C16 (ohne DCO-Fälle), Deutschland 2017–2018. Quelle: © Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut Verteilung der bösartigen Neubildungen des Magens nach Lokalisation und Geschlecht, ICD-10 C16 (ohne DCO-Fälle), Deutschland 2017–2018

Seit Jahr­zehnten ist in Deutschland – wie auch in anderen Industrie­nationen – ein stetiger Rück­gang der Erkrankungs- und Sterbe­raten an Magen­krebs zu be­ob­ach­ten. Dieser Trend setzt sich in allen Alters­berei­chen sowohl bei Frauen als auch bei Männern fort. Am stärksten zurück­gegangen sind die Tumoren des Magen­ausgangs (Antrum und Pylorus).

Altersstandardisierte Neuerkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C16, Deutschland 1999 – 2018/2019, Prognose (Inzidenz) bis 2022, je 100.000 (alter Europastandard) Altersstandardisierte Neuerkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C16, Deutschland 1999 – 2018/2019, Prognose (Inzidenz) bis 2022, je 100.000 (alter Europastandard)

Das Erkrankungs­risiko steigt bei beiden Geschlechtern mit zunehmen­dem Alter. Männer erkranken im Mittel mit 71 Jahren, Frauen mit 76 Jahren an Magen­krebs. Für Frauen werden aktuell relative 5-Jahres-Über­lebens­raten um 37 Prozent, für Männer um 34 Prozent ermittelt. Damit haben sich die Über­lebens­aus­sich­ten in letzter Zeit zwar verbessert, im Vergleich zu anderen Krebs­erkran­kungen bleiben sie jedoch eher ungünstig. In etwa 40 Prozent der Fälle mit ausrei­chen­der Doku­men­tation der Tumor­stadien ist die Erkran­kung bei Diag­nose­stellung bereits metas­tasiert (Stadium IV).

Infektion kann Magenkrebsrisiko erhöhen

Wichtigster Risiko­faktor für Magen­krebs ist eine bakterielle Infek­tion des Magens mit Helico­bacter pylori. Etwa 5 bis 10 Prozent der Magen­karzi­nome werden einer Infek­tion mit dem Epstein-Barr-Virus zugeschrieben. Rauchen und Alkohol­kon­sum erhöhen ebenfalls das Krebs­risiko. Durch Einsalzen konser­vierte Lebens­mittel, ein hoher Salz­konsum und Fleisch­produkte sind weitere Risiko­faktoren. Es gibt Hin­weise darauf, dass chronisches Sod­brennen bzw. die gastro­öso­phageale Reflux­krankheit das Risiko für bestimmte Tumor­formen im Über­gang vom Magen zur Speiseröhre erhöhen. Weiterhin sind ein niedriger sozio­öko­nomischer Status und voran­gegangene Magen­ope­ra­tionen mit einem erhöh­ten Auf­treten von Magen­krebs verbunden.

Verwandte ersten Grades eines Erkrank­ten haben ein zwei- bis dreifach höheres Risiko als die Allgemein­bevöl­kerung. Wenn mehr als ein Verwandter ersten Grades erkrankt ist, ist das Risiko etwa 10-fach erhöht. Unklar ist, ob das familiäre Risiko auf einen gemein­samen Lebens­stil, eine gemein­same gene­tische Veran­la­gung oder eine Kombi­na­tion beider Fak­toren zurückgeht. Einige erbliche Syndrome erhöhen das Magen­karzi­nom­risiko. Perni­ziöse Anämie ist ein Risiko­faktor, der nur wenige Menschen betrifft.

Stand: 30.09.2022

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