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Magenkrebs (Magenkarzinom)

ICD-10 C16
2014
1) je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard
MännerFrauen
Neuerkrankungen9.3406.090
standardisierte Erkrankungsrate¹15,37,7
Sterbefälle5.5454.065
standardisierte Sterberate¹8,84,6
5-Jahres-Prävalenz19.30013.300
10-Jahres-Prävalenz29.60020.700
relative 5-Jahres-Überlebensrate30 %33 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate 28 %29 %

Seit mehr als 30 Jahren sinken in Deutschland – wie in anderen Industrienationen auch – die Neuerkrankungs- und Sterberaten an Magenkrebs kontinuierlich. Dieser Rückgang hält weiter an und ist vermutlich auf veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen. Internationale und regionale Vergleiche der Sterbe- und Erkrankungsraten zeigen ein West-Ost-Gefälle in Europa und innerhalb Deutschlands. Die Erkrankungsraten aller östlichen Bundesländer fallen mit Ausnahme Berlins höher aus als in den westlichen Bundesländern.

Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C16, Deutschland 1999 – 2014/2015, je 100.000 (Europastandard) Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C16, Deutschland 1999 – 2014/2015, je 100.000 (Europastandard)

Die Überlebensaussichten mit Magenkrebs haben sich in letzter Zeit zwar verbessert, im Vergleich mit anderen Krebserkrankungen sind sie jedoch weiterhin eher ungünstig. Die relativen 5-Jahres-Überlebensraten liegen knapp über 30 %. Die Raten beschreiben die Wahrscheinlichkeit, die nächsten fünf Jahre zu überleben - im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.
Das mittlere Erkrankungsalter liegt mit 72 Jahren bei Männern und 75 Jahren bei Frauen vergleichsweise hoch.

Infektion kann Magenkrebsrisiko erhöhen

Eine chronische Infektion des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori (H. pylori) spielt als Risikofaktor für Magenkrebs die wichtigste Rolle. Als Therapie zur Vermeidung von Magenkrebs bei (H. pylori)-Infizierten kann daher eine antibiotische Kombinationstherapie (Eradikationstherapie) durchgeführt werden.

Auch ein Mangel an frischem Obst und Gemüse und der häufige Verzehr von Fleisch, stark gesalzenen, gegrillten, gepökelten oder geräucherten Speisen können die Tumorentstehung begünstigen. Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum erhöhen ebenfalls das Magenkrebsrisiko.

Stand: 06.12.2017

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