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Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

ICD-10 C33–34
2014
1) je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard
MännerFrauen
Neuerkrankungen34.56019.280
standardisierte Erkrankungsrate¹57,329,0
Sterbefälle29.56015.524
standardisierte Sterberate¹47,621,7
5-Jahres-Prävalenz49.40032.100
10-Jahres-Prävalenz67.80043.600
relative 5-Jahres-Überlebensrate 15 %20 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate 11 %16 %

Lungenkrebs gehört zu den häufigeren Krebserkrankungen in Deutschland. Durch seine ungünstige Prognose ist er auch mit Abstand die häufigste Krebstodesursache bei Männern (mit einem Anteil von 24 %) und die zweithäufigste bei Frauen (15 %).

Die altersstandardisierten Erkrankungs- und Sterberaten entwickeln sich bei beiden Geschlechtern gegenläufig. Seit Ende der 1990er Jahre stiegen sie bei den Frauen kontinuierlich an, wohingegen die Raten der Männer im gleichen Zeitraum zurückgingen.

Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C33 – C34, Deutschland 1999 – 2014/2015, je 100.000 (Europastandard) Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C33 – C34, Deutschland 1999 – 2014/2015, je 100.000 (Europastandard)

Diese Trends können auf die bereits seit längerem zurückliegende Veränderungen der Rauchgewohnheiten bei beiden Geschlechtern zurückgeführt werden und wird sich vermutlich noch weiter fortsetzen. Er spiegelt den leicht rückläufigen Zigarettenkonsum bei Männern sowie den zunehmenden Zigarettenkonsum bei Frauen in den letzten Jahrzehnten wider.

Rauchen beeinflusst Erkrankungszahlen

Hauptsächlicher Risikofaktor für ein Lungenkarzinom ist das Rauchen. Rund 90 % der Männer und mindestens 60 % der Frauen, die an diesem Krebs erkrankt sind, haben aktiv geraucht. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko. Andere Faktoren spielen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Etwa 9 bis 15 von 100 Lungenkrebsfällen werden auf bestimmte kanzerogene Stoffe zurückgeführt, darunter Asbest, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Quarz- und Nickelstäube.

Lungenkrebs gehört zu den Tumoren mit ungünstiger Prognose: Das relative 5-Jahres Überleben liegt in Deutschland für Frauen bei 20 % und für Männer bei 15 %. Wie bei allen Krebsarten unterscheiden sich die Überlebensaussichten jedoch deutlich nach dem Stadium der Erkrankung. Da Lungenkrebs im frühen Stadium häufig keine Beschwerden verursacht, wird die Erkrankung in vielen Fällen spät - und oft unvorhergesehen - entdeckt.

Stand: 06.12.2017

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