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Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom)

ICD-10 C32
2018

¹ je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard

* berechnet nach Periodenmethode für 2017 / 2018

FrauenMänner
Neuerkrankungen5402.770
standardisierte Erkrankungsrate¹0,84,6
Sterbefälle2031.201
standardisierte Sterberate¹0,31,8
5-Jahres-Prävalenz2.00010.400
10-Jahres-Prävalenz3.30017.700
relative 5-Jahres-Überlebensrate*63 %64 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate*52 %51 %

Am Kehlkopf treten nahezu ausschließ­lich Platten­epithel­karzi­nome auf. Männer erkranken daran erheblich häufiger als Frauen: Von den rund 3.310 Neuerkran­kungen im Jahr 2018 betraf nur etwa jede fünfte eine Frau. Im Laufe des Lebens erkrankt einer von 200 Männern, aber nur eine von 1.100 Frauen in Deutschland an Kehl­kopf­krebs. Das mittlere Erkran­kungs­alter liegt für Frauen bei 66, für Männer bei 67 Jahren, damit früher als bei Krebs­erkran­kungen insgesamt.

Erkrankungs- und Sterbe­raten der Männer nehmen seit Ende der 1990er Jahre ab. Die Raten der Frauen bleiben hin­gegen nahezu unver­ändert.

Grafik zu altersstandardisierten Erkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C32, Deutschland 1999 – 2016/2017, Prognose (Inzidenz) bis 2020, je 100.000 (alter Europastandard). Quelle: © Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C32, Deutschland 1999 – 2016/2017, Prognose (Inzidenz) bis 2020, je 100.000 (alter Europastandard)

Die relativen 5-Jahres-Über­lebens­raten von Männern (64 Prozent) und Frauen (63 Prozent) unter­scheiden sich nicht wesentlich. Mit 52 Prozent wird bei Männern ein höherer Anteil früher Tumor­stadien (Stadium I/II) bei Diagnose gestellt als bei Frauen mit 46 Prozent.

Tabak und Alkohol sind wichtigste Risikofaktoren

Regel­mäßiger Tabak­konsum aber auch der übermäßige Konsum von Alkohol sind Haupt­risiko­faktoren für die Entwicklung von Kehl­kopf­krebs. Die Kombi­nation beider Faktoren ist besonders schädlich.

Bekannt ist auch der Zusammen­hang dieser Tumoren mit einer beruf­lichen Expo­si­tion gegenüber Asbest, ioni­sie­renden Strahlen wie z.B. durch Uran, schwefel­säure­haltigen Aerosolen, poly­zyklischen aroma­tischen Kohlen­wasser­stoffen und Stein­kohle- und Teer­produkten. Weniger bedeutsam scheinen Zement- und Holz­staub.

Für die Entstehung eines geringen Anteils der Kehl­kopf­karzi­nome sind Infek­tionen mit humanen Papillom­viren (HPV), insbe­sondere mit HPV 16 verantwortlich.

Der Einfluss von Lebens­stil und Ernährung ist noch nicht ein­deutig geklärt, da bei der Mehr­zahl der Betrof­fenen Tabak- und Alkohol­konsum den Einfluss anderer Faktoren über­lagern. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass eine ein­seitige, vitamin­arme Ernährung mit über­mäßigem Konsum von Fleisch und gebra­tenem Essen das Risiko erhöhen kann.

Auch eine gene­tische Veran­lagung wird ange­nommen, da man mitunter ein vermehrtes Auf­treten von Kehl­kopf­karzi­nomen inner­halb einer Familie beob­achten konnte.

Stand: 29.11.2021

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