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Dünndarmkrebs

ICD-10 C17
2018

¹ je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard

* berechnet nach Periodenmethode für 2017 / 2018

FrauenMänner
Neuerkrankungen1.1601.520
standardisierte Erkrankungsrate¹1,72,5
Sterbefälle346407
standardisierte Sterberate¹0,40,6
5-Jahres-Prävalenz3.7004.500
10-Jahres-Prävalenz6.1007.100
relative 5-Jahres-Überlebensrate*60 %65 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate*53 %57 %

Etwa die Hälfte der bös­artigen Tumoren des Dünn­darms sind neuro­endo­krine Tumoren (NET), die seltener auch in anderen Organen des Verdau­ungs­trakts, in der Lunge oder der Haut vor­kommen. Gastro­intes­tinale Stroma­tumoren (GIST) machen gut 10 Prozent der Fälle am Dünn­darm aus. Insgesamt sind in 2018 in Deutschland rund 2.680 Personen, davon 1.160 Frauen, an Dünn­darm­krebs erkrankt..

Grafik zur Verteilung der UICC-Stadien bei Erstdiagnose nach Geschlecht, ICD-10 C17, Deutschland 2015–2016 (oben: inkl. fehlender Angaben und DCO-Fälle; unten: nur gültige Werte). Quelle: © Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut Verteilung der UICC-Stadien bei Erstdiagnose nach Geschlecht, ICD-10 C17, Deutschland 2015–2016 (oben: inkl. fehlender Angaben und DCO-Fälle; unten: nur gültige Werte)

Ähnlich wie in anderen euro­pä­ischen Ländern sind sowohl Neu­erkran­kungs- als auch Sterbe­raten seit 1999 an­ge­stiegen, jeweils etwas stärker bei den Frauen.

Die Über­lebens­raten sind insgesamt etwas niedriger als beim Dick­darm­karzi­nom, wobei die 5-Jahres-Über­lebens­raten sowohl für GIST als auch NET höher liegen als für andere bös­artige Dünn­darm­tumoren.

Erbliche Erkrankungen erhöhen das Erkrankungsrisiko

Über Risiko­faktoren für NET des Dünn­darms ist wenig bekannt. Erb­liche Er­kran­kungen wie das Lynch-Syndrom, das Peutz-Jeghers-Syndrom, die familiäre juvenile Poly­posis und Muko­vis­zi­dose sowie chronisch-entzünd­liche Darm­erkran­kungen (Morbus Crohn) erhöhen das Risiko für Adeno­karzi­nome im Dünn­darm. Patien­tinnen und Patien­ten mit Neuro­fibro­ma­tose Typ 1 (Morbus Reckling­hausen) haben ein erhöhtes Risiko für gastro­intes­ti­nale Stroma­tumoren (GIST) des Dünn­darms. Daneben geht ein kleiner Anteil dieser Tumoren auf eine erb­liche Ver­an­la­gung zurück (familiäres GIST-Syndrom).

Stand: 29.11.2021

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