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Darmkrebs

ICD-10 C18–21
2014
1) je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard
MännerFrauen
Neuerkrankungen33.12027.890
standardisierte Erkrankungsrate¹54,035,7
Sterbefälle13.58011.932
standardisierte Sterberate¹21,012,8
5-Jahres-Prävalenz112.50095.000
10-Jahres-Prävalenz188.500161.600
relative 5-Jahres-Überlebensrate62 %63 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate56 %59 %

Unter Darmkrebs werden Krebserkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und seltenere Krebserkrankungen des Afters zusammengefasst. Im Jahr 2014 wurde bei etwa 61.000 Menschen in Deutschland eine solche Diagnose gestellt. Das Erkrankungsrisiko steigt mit fortschreitendem Alter stetig an. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erkrankt ab dem 70. Lebensjahr. Etwa 10 % der Darmkrebs­diagnosen werden vor dem 55. Lebensjahr gestellt, also vor dem Alter, in dem man Anspruch auf die von der gesetzlichen Krankenversicherung angebotenen Darmspiegelung zur Krebsfrüherkennung hat.

Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C18-C21, Deutschland 1999 – 2014/2015, je 100.000 (Europastandard) Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C18-C21, Deutschland 1999 – 2014/2015, je 100.000 (Europastandard)

Die altersstandardisierten Darmkrebs­erkrankungs­raten sind seit etwa 2003 bei Frauen und Männern leicht rückläufig. In den letzten Jahren ging auch die absolute Zahl an Neuerkrankungen zurück. Die altersstandardisierten Sterberaten sind in den letzten 10 Jahren bei beiden Geschlechtern um mehr als 20 % gesunken. Darmkrebs gehört zu den Krebserkrankungen mit mittlerer Prognose. Gemessen an den absoluten Überlebensraten lebt fünf Jahre nach Diagnosestellung noch etwa die Hälfte der Erkrankten.

Ernährung beeinflusst Tumorrisiko

Eine Reihe von Faktoren erhöht das Darmkrebsrisiko. Am stärksten wirken sich Rauchen und Übergewicht aus. Es folgen Bewegungsmangel und ballast­stoffarme beziehungsweise fettreiche Ernährung. Auch wer regelmäßig Alkohol trinkt oder viel rotes Fleisch beziehungsweise Wurstwaren aus rotem Fleisch isst, erkrankt häufiger.

Verwandte ersten Grades von Patienten mit Darmkrebs sind häufig ebenfalls betroffen. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen steigern in geringerem Umfang ebenfalls das Erkrankungsrisiko.

Welche Früherkennungsuntersuchungen gibt es?

Im Rahmen der Krebsfrüherkennung können gesetzlich krankenversicherte Personen im Alter von 50 bis 54 Jahren jährlich einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl durchführen lassen. Ab dem Alter von 55 Jahren besteht ein Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie). Bei dieser Untersuchung können gegebenenfalls Darmpolypen gleich entfernt werden, die sich sonst potentiell zu bösartigen Tumoren entwickeln könnten. Bei unauffälligem Befund kann nach zehn Jahren erneut eine Koloskopie in Anspruch genommen werden. Alternativ zur Darmspiegelung können Versicherte ab dem Alter von 55 Jahren alle zwei Jahre den Stuhltest wahrnehmen, der bei einem auffälligen Befund durch Koloskopie abgeklärt wird.

Stand: 06.12.2017

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