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Analkrebs (Analkarzinom)

ICD-10 C21
2019

¹ je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard

* berechnet nach Periodenmethode für 2017 / 2018

FrauenMänner
Neuerkrankungen1.455917
standardisierte Erkrankungsrate¹2,21,6
Sterbefälle340208
standardisierte Sterberate¹0,40,3
5-Jahres-Prävalenz5.5003.005
10-Jahres-Prävalenz8.7954.710
relative 5-Jahres-Überlebensrate*75 %68 %
relative 10-Jahres-Überlebensrate*71 %60 %

Bei Krebserkrankungen des Anus (After) handelt es sich ganz überwiegend um Platten­epithel­karzinome. In 2019 erkrankten daran rund 2.360 Personen, davon 1.455 Frauen. Entgegen der Trends abnehmender Erkrankungs­raten beim Darmkrebs steigt sowohl die Neu­erkrankungs­rate als auch die Sterbe­rate am Anal­karzinom in den letzten 15 Jahren deutlich an. Auch inter­national wird ein Anstieg der Inzidenz beschrieben. Die relativen 5-Jahres-Überlebens­raten mit Krebs des Anus liegen für Frauen und Männer um 75 Prozent bzw. 68 Prozent.

Altersstandardisierte Neuerkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C21, Deutschland 1999 – 2018/2019, Prognose (Inzidenz) bis 2022, je 100.000 (alter Europastandard) Altersstandardisierte Neuerkrankungs- und Sterberaten nach Geschlecht, ICD-10 C21, Deutschland 1999 – 2018/2019, Prognose (Inzidenz) bis 2022, je 100.000 (alter Europastandard)

Humane Papillomviren wichtigster Risikofaktor

In Deutschland lassen sich etwa 90 Prozent der Anal­karzinome auf eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) zurückführen. Weitere Risiko­faktoren sind Rauchen, bestimmte Sexual­praktiken (häufig wechselnde Sexual­partner, passiver Anal­verkehr) und eine chronische Immun­suppression. Die Neu­erkrankungs­risiken für das Anal­karzinom sind bei HIV-positiven Patienten, insbesondere bei Männern mit gleich­geschlecht­lichen Kontakten, wesentlich höher als in der Allgemein­bevölkerung. Die Ständige Impf­kommission (STIKO) empfiehlt, Mädchen und Jungen gegen HPV zu impfen, vorrangig im Alter von 9 bis 14 Jahren.

Stand: 30.09.2022

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