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Zentrum für Krebsregisterdaten unterstützt Weiterentwicklung der Verschlüsselungsverfahren in der epidemiologischen Krebsregistrierung

Mit der Trennung zwischen personenidentifizierenden und medizinischen Daten in Vertrauens- und Registerstellen verfolgen die deutschen epidemiologischen Krebsregister der Länder ein (auch im internationalen Vergleich) sehr strenges Datenschutzkonzept.

In den Datensätzen der Landeskrebsregister wird jeder Person eine Kontrollnummer (Pseudonym) zugeordnet. Diese wird durch eine Kombination mehrerer Verschlüsselungsverfahren gebildet und verhindert so die Rückführbarkeit auf personenidentifizierende Klartextdaten. Die Pseudonyme erlauben allerdings die notwendige Zuordnung mehrerer Meldungen zu einer Person. Das Konzept und die hierzu verwendeten Verfahren stammen aus den 1990er-Jahren und ermöglichen auch die bundesweite Prüfung auf Mehrfachübermittlung desselben Erkrankungsfalles, wie sie das Bundeskrebsregisterdatengesetz vorsieht.

Aktuelle Empfehlungen der Datenschutzbeauftragten

Da sich die zugrunde liegenden technischen Verfahren der Datenverschlüsselung inzwischen weiterentwickelt haben, hat die Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder Empfehlungen zur Anpassung der Pseudonymisierung von Krebsregisterdaten in Deutschland an die aktuellen Anforderungen zur Datensicherheit herausgegeben.

Das Zentrum für Krebsregisterdaten hat nun im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) die Aufgabe übernommen, die Umsetzung dieser Empfehlungen zu koordinieren. In diesem Zusammenhang sollen gemeinsam mit den Bundesländern Vorschläge zur Weiterentwicklung dieser Verfahren erarbeitet werden. Auch die Erfordernisse der in den nächsten Jahren bundesweit auszubauenden klinischen Krebsregistrierung sollen bereits berücksichtigt werden.

Weitere Informationen

Konzept für die Krebsregistrierung nach dem Krebsregistergesetz von 1994

Aktuelle Empfehlungen der Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern (siehe 85. DSK am 13./14. März 2013)

Stand: 26.06.2013

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