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Magenkrebs (Magenkarzinom)

ICD-10 C16
2012
1) je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach Europastandard
MännerFrauen
Neuerkrankungen9.1806.460
standardisierte Erkrankungsrate¹15,68,3
Sterbefälle5.7704.208
standardisierte Sterberate¹9,54,9
5-Jahres-Prävalenz19.80013.900
relative 5-Jahres-Überlebensrate32%33%

Seit mehr als 30 Jahren sinken in Deutschland – wie in anderen Industrienationen auch – die Neuerkrankungs- und Sterberaten kontinuierlich. Dieser Rückgang hält weiter an und ist vermutlich auf veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen. Internationale und regionale Vergleiche der Sterbe- und Erkrankungsraten zeigen ein West-Ost-Gefälle in Europa und innerhalb Deutschlands. Die Erkrankungsraten aller östlichen Bundesländer mit Ausnahme Berlins fallen höher aus als in den westlichen Bundesländern.

Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C16, Deutschland 1999-2012, je 100.000 (Europastandard) Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C16, Deutschland 1999-2012, je 100.000 (Europastandard)

Die Überlebensaussichten mit Magenkrebs haben sich in letzter Zeit zwar verbessert, im Vergleich mit anderen Krebserkrankungen sind sie jedoch weiterhin eher ungünstig. Die relativen 5-Jahres-Überlebensraten liegen knapp über 30 Prozent. Diese beschreiben die Wahrscheinlichkeit, die nächsten fünf Jahre zu überleben - im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.
Das mittlere Erkrankungsalter liegt mit 72 Jahren bei Männern und 75 Jahren bei Frauen vergleichsweise hoch.

Infektion kann Magenkrebsrisiko erhöhen

Eine bakterielle Infektion des Magens mit Helicobacter pylori spielt als Risikofaktor für Magenkrebs die wichtigste Rolle. Auch ein Mangel an frischem Obst und Gemüse und der häufige Verzehr von Fleisch, stark gesalzenen, gegrillten, gepökelten oder geräucherten Speisen können die Tumorentstehung begünstigen. Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum erhöhen ebenfalls das Magenkrebsrisiko.

Stand: 17.12.2015

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