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Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

ICD-10 C33–34
2012
1) je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach Europastandard
MännerFrauen
Neuerkrankungen34.49018.030
standardisierte Erkrankungsrate¹59,127,7
Sterbefälle29.71314.752
standardisierte Sterberate¹49,821,3
5-Jahres-Prävalenz49.00029.200
relative 5-Jahres-Überlebensrate 16%21%

Lungenkrebs gehört zu den häufigeren Krebserkrankungen in Deutschland. Durch seine ungünstige Prognose ist er auch mit Abstand die häufigste Krebstodesursache bei Männern (mit einem Anteil von 25 Prozent) und die dritthäufigste bei Frauen (15 Prozent).

Die altersstandardisierten Erkrankungs- und Sterberaten entwickeln sich bei beiden Geschlechtern gegenläufig. Seit Ende der 1990er Jahre stiegen sie bei den Frauen kontinuierlich an, wohingegen die Raten der Männer im gleichen Zeitraum zurückgingen.

Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C33 – C34, Deutschland 1999 – 2012, je 100.000 (Europastandard) Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, nach Geschlecht, ICD-10 C33 – C34, Deutschland 1999 – 2012, je 100.000 (Europastandard)

Dieser Trend kann auf die bereits seit längerem zurückliegende Veränderung der Rauchgewohnheiten bei beiden Geschlechtern zurückgeführt werden und wird sich vermutlich noch weiter fortsetzen. Er spiegelt den leicht rückläufigen Zigarettenkonsum bei Männern sowie den zunehmenden Zigarettenkonsum bei Frauen in den letzten Jahrzehnten wider.

Rauchen beeinflusst Erkrankungszahlen

Hauptsächlicher Risikofaktor für ein Lungenkarzinom ist das Rauchen. Rund 90 Prozent der Männer und mindestens 60 Prozent der Frauen, die an diesem Krebs erkrankt sind, haben aktiv geraucht. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko. Andere Faktoren spielen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Etwa 9 bis 15 von 100 Lungenkrebsfällen werden auf verschiedene kanzerogene Stoffe zurückgeführt, darunter Asbest, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Quarz- und Nickelstäube.

Lungenkrebs gehört zu den Tumoren mit ungünstiger Prognose: Das relative 5-Jahres Überleben liegt in Deutschland für Frauen bei 21 Prozent und für Männer bei 16 Prozent. Wie bei allen Krebsarten unterscheiden sich die Überlebensaussichten jedoch deutlich nach dem Stadium der Erkrankung. Da Lungenkrebs im frühen Stadium häufig keine Beschwerden verursacht, wird die Erkrankung in vielen Fällen spät - und oft nur zufällig - entdeckt.

Stand: 17.12.2015

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