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Leukämien

ICD-10 C91–95
2012
1) je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard
MännerFrauen
Neuerkrankungen7.1805.460
standardisierte Erkrankungsrate¹13,38,2
Sterbefälle4.1553.445
standardisierte Sterberate¹6,84,0
5-Jahres-Prävalenz22.70016.400
relative 5-Jahres-Überlebensrate 58%55%
relative 10-Jahres-Überlebensrate 46%46%

Leukämien werden nach der Schnelligkeit des Krankheitsverlaufs (akut, chronisch) eingeteilt sowie nach dem Zelltyp, von dem sie ausgehen. Es gibt myeloische und lymphatische Leukämien.

Die vier häufigsten Formen von Leukämien sind:

  • Akute myeloische Leukämie (AML)
  • Chronische myeloische Leukämie (CML)
  • Akute lymphatische Leukämie (ALL)
  • Chronische lymphatische Leukämie (CLL)

Neben diesen vier Haupttypen gibt es noch einige andere Leukämieformen, die jedoch selten sind.

Häufigkeit von Leukämien

Etwa 13.500 Menschen erkrankten 2012 in Deutschland an einer Leukämie. Bei mehr als einem Drittel von ihnen wurde die chronisch lymphatische Form (CLL) diagnostiziert, bei gut einem Viertel eine akute myeloische Leukamie (AML). Das Erkrankungsrisiko für Leukämien sinkt bei Kindern mit zunehmendem Alter und nimmt etwa ab dem 30. Lebensjahr wieder kontinuierlich zu. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Die Altersgruppenverteilung ist je nach Leukämieform unterschiedlich.

Frauen8 %36 %23 %9 %24 %
Anteile der verschiedenen Leukämieformen an allen Neuerkrankungen C91 – 95, Deutschland, 2011 – 2012
ALLCLLAMLCMLsonstige
Männer 7 %40 %20 %8 %24 %

Auch die Prognose hängt von der Krankheitsform und vom Diagnosealter ab: Sie ist mit Abstand am günstigsten für die Leukämieformen im Kindesalter, während bei den Erwachsenen gerade die akuten Formen weiterhin eine sehr schlechte Prognose haben. Insgesamt lebt fünf Jahre nach Diagnosestellung noch etwa die Hälfte der erkrankten Erwachsenen. Allerdings ist eine dauerhafte Heilung nur selten zu erreichen, zum Beispiel nach einer risikoreichen Stammzelltransplantation.

Altersspezifische Erkrankungsraten nach Geschlecht, ICD-10 C91-C95, Deutschland 2011-2012, je 100.000 Altersspezifische Erkrankungsraten nach Geschlecht, ICD-10 C91-C95, Deutschland 2011-2012, je 100.000

Strahlen erhöhen Leukämie-Risiko

Zu den bekannten Risikofaktoren, die akute Leukämien auslösen können, gehören ionisierende Strahlen (zum Beispiel auch bei einer Strahlentherapie), Zytostatika im Rahmen einer Chemotherapie und mit Wahrscheinlichkeit auch verschiedene Chemikalien. Bei den meisten Patienten findet sich in der Vorgeschichte jedoch keiner dieser Risikofaktoren. Insbesondere die Ursachen chronischer Leukämien sind weitgehend ungeklärt.

Stand: 17.12.2015

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