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Leberkrebs

ICD-10 C22
2012
1) je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach altem Europastandard
MännerFrauen
Neuerkrankungen6.0202.560
standardisierte Erkrankungsrate¹10,23,4
Sterbefälle5.1172.553
standardisierte Sterberate¹8,53,0
5-Jahres-Prävalenz7.9002.900
relative 5-Jahres-Überlebensrate15%14%
relative 10-Jahres-Überlebensrate10%11%

Leberkrebs ist zwar relativ selten, gehört jedoch aufgrund der schlechten Prognose zu den zehn häufigsten Krebstodesursachen.

In Deutschland treten rund 8.600 neue Erkrankungsfälle pro Jahr auf, die Anzahl von Todesfällen liegt leider fast genauso hoch. Im Mittel erkranken Männer im Alter von 71 Jahren und bei Frauen mit 74 Jahren. Nur etwa vier Prozent der Betroffenen erkranken vor dem 45. Lebensjahr.

Prognose meist ungünstig

Die Überlebenschancen bei Leberkrebs hängen vom Stadium der Krebserkrankung und dem Zustand der Leber ab. Etwa 15 Prozent der Erkrankten überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Nur bei bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse ist die Prognose noch ungünstiger.

Seit 1980 ist die Sterberate bei Männern - auch nach Altersstandardisierung - kontinuierlich angestiegen, während sie bei den Frauen im gleichen Zeitraum weitgehend unverändert blieb. Auch die altersstandardisierte Inzidenzrate ist bei den Männern in den letzten 10 Jahren noch leicht gestiegen.

Alkohol und Viren sind wichtigste Risikofaktoren

Als gesicherte Risikofaktoren für Leberkrebs gelten chronische Infektionen mit dem Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Virus. Zudem erhöht regelmäßiger hoher Alkoholkonsum die Wahrscheinlichkeit, an Leberkrebs zu erkranken.

Auch die Kontamination von Lebensmitteln mit Aflatoxin B1 (Gift von Schimmelpilzen) stellt einen Risikofaktor dar. Ebenso können Rauchen und Übergewicht die Entstehung eines Tumors begünstigen.

Stand: 17.12.2015

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